Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine über
Jahrtausende entwickelte Heilkunde verschiedenster wirkungsvoller
Techniken. Körper, Seele und Geist werden dabei als Einheit
gesehen und behandelt. Ziel ist es, das innere Gleichgewicht wieder
herzustellen.
Die Traditionelle Chinesische Medizin basiert auf dem Prinzip
von Yin und Yang – gegensätzliche, jedoch im dynamischen
Wandel einander ergänzende Aspekte. Alle Dinge und Erscheinungen
im Universum tragen diese beiden Kräfte in sich, wobei das
eine ohne das andere keinen Sinn ergibt, das eine ohne das andere
nicht existieren kann. Wir alle kennen das Symbol für Yin
und Yang: wenn Yin und Yang am stärksten sind, tragen beide
bereits den Kern ihres Gegenstücks in sich.
Yin und Yang stellen kein bewertendes System dar – ob etwas
Yin oder Yang ist, sagt nicht aus, ob es richtig oder falsch,
gut oder schlecht, wichtig oder unwichtig ist. In der Traditionellen
Chinesischen Medizin, und damit auch im Shiatsu, steht Yin beispielsweise
für Ruhe, Kälte, nach oben und nach außen gerichtete
Kräfte, für das Sichtbare, für die Körpervorder-
und innenseiten; Yang für Aktivität, Wärme, nach
innen und nach unten gerichtete Kräfte, für das Unsichtbare,
für die Körperrück- und außenseiten.
Eine weitere Differenzierung stellt das Prinzip der Fünf
Wandlungsphasen (Fünf Elemente) dar – Phasen, die in
einem immerwährenden Wandel miteinander verbunden sind und
in allen Erscheinungen des Universums zutage treten. Wie auf jeden
Winter ein Frühling und ein Sommer folgen, so fließt
die Energie in uns von einer Wandlungsphase zur nächsten.
Der kontinuierliche Fluss unserer Lebensenergie macht das aus,
was wir unter Gesundheit verstehen. So entsteht Krankheit nach
Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin aus der fehlenden
Bewegung dieses Energieflusses.
Die Fünf Wandlungsphasen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser
stehen beispielsweise für die verschiedenen Phasen eines
Lebens, eines Jahres und eines Tages, für unterschiedliche
Geschmäcker und Gerüche, Richtungen und Temperaturen,
Sinnesorgane und Emotionen – kurz gesagt: für alle
Erscheinungen des Universums.